Gute Nachrichten in Form von positiven Zahlen präsentierten Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Viehvermarktungs-Genossenschaft Lüdinghausen-Selm in der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Außerdem sind die Weichen für einen Generationswechsel in der Geschäftsführung gestellt.

Nicht nur eine recht positive Bilanz legte der Vorstand der Viehvermarktungs-Genossenschaft (VVG) Lüdinghausen-Selm und Umgegend den Mitgliedern bei der Generalversammlung in der Olfener Stadthalle am Donnerstagabend vor, er präsentierte auch die Nachfolgeregelung für die Geschäftsführung.

„Dank der hervorragenden Arbeit der Mitarbeiter fällt es mir heute leicht, der Versammlung ein positives Ergebnis vorzulegen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jochen Farwick zur Begrüßung. Zahlen und Anmerkungen zu dem guten Ergebnis gab es von Klaus Kortenbusch, Geschäftsführer der VVG, in dessen Jahresbericht. „Die Schlachtzahlen für Schweine waren bundesweit 2017 zwar rückläufig, doch erhielten die Erzeuger rund zehn Euro mehr als im Vorjahr pro Tier. Die Rindfleischproduktion steht insgesamt weniger im Fokus der Kritik als der Schweinefleischsektor. Wir haben 2017 ein verbessertes Ergebnis erzielt und für unsere Mitglieder eine ansehnliche Rückvergütung zurückstellen können“, sagte Kortenbusch. 1,98 Millionen Tiere wurden 2017 vermarktet, 7,1 Prozent mehr als 2016. Der Umsatz stieg sogar um 15,1 Prozent oder 33 Millionen Euro auf den Rekordwert von 251,4 Millionen Euro. Den Mitgliedern wird eine Dividende von zwei Prozent ausgeschüttet. Als Mitglied in der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) beteiligt sich die VVG – im Gegensatz zum privaten Viehhandel – im Sinne der Landwirtschaft und somit der Mitglieder an der wöchentlichen Preisfindung. Für 2018 werden weitere Stückzahlsteigerungen erwartet.

Nach dem Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrates durch Daniel Übbert folgten die einstimmigen Beschlüsse über den Jahresabschluss und die Verwendung des Überschusses 2017. Auch Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Berthold Schulze Pals, Theo Schulze Uphoff und Georg Streyl wurden als Aufsichtsräte wiedergewählt.

Generationswechsel eingeläutet

Franz Koddebusch, Vorsitzender des Vorstands, unterrichtete die Mitglieder über die geplante Nachfolgeregelung. Zum 1. Januar 2019 wird Marcus Engbert Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer, da Bernhard Altenbockum zum 30. Juni 2019 altersbedingt ausscheidet. Nachfolger als Leiter des Rechnungswesens wird Martin Fliß, ein Eigengewächs der VVG. Zum 1. Januar 2020 wird Marcus Engbert neben Kortenbusch gleichberechtigter, und zum 30. September 2020, wenn Kortenbusch ebenfalls altersbedingt ausscheidet, alleiniger Geschäftsführer. Fliß erhält dann die Prokura.
Zum Abschluss der Versammlung hielt Franz Korte, Geschäftsführer der Extra-Vit GmbH, ein Referat zum Thema „Zukunftssichere Fütterung – unter Berücksichtigung von Düngeverordnung und Tiergesundheit“. Dabei gab er den Erzeugern anhand einer Checkliste viele Tipps und Informationen mit auf den Weg, „denn wir stehen vor neuen Herausforderungen“, so Korte.

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